

Nun bin ich also Leiter eines Unternehmens für IT-Dienstleistungen, mit einem Sack voll Mitarbeiter:
Chef Ich
Der Mann fürs Grobe Ich
Der Mann fürs Feine Ich
Der Chefschuldige Ich
Buchhalter Ich
Schreibkraft Ich
Cheffahrer Ich
Mein erster Auftrag hat mich in die Nähe von Osnabrück gebracht, wo bei einem Logistik-Unternehmen komplexe EDv-Umstellungen mit Verlagerung und Verzahnung zweier Geschäfte anstanden. Ne Menge Arbeit aber es macht trotzdem Spaß.
25.01.07 War also heute in der Wicker Klinik, Bad Wildungen. Um 7:00 bin ich von Dissen/Osnabrück losgefahren . Zum Glück waren die 200km Strassen und Autobahnen, trotz leicht winterlichen Strassenverhältnissen doch recht gut befahrbar.
9:30 Ankunft - 12:00 kam ich dran, 13:00 Röntgen, 14:30 Abschlussgespräch.
Ein Stange ist leider gebrochen und zwar ganz unten am Steissbein, knapp Oberhalb der letzten Schraube am "Südpol"
Da ich weder das Brechen der Stange bemerkt habe, noch Beschwerden habe, noch die hübsche Form meiner Wirbelssäule darunter gelitten hat, noch die Stange hinten rausguckt, somit keiner seine Kappe oder Jacke dran aufhängen kann, solls mir eigentlich schnuppe sein. Beim Spruch "Hals und Stangenbruch", war mir der Stangenbruch da schon lieber.

Arbeite noch immer ausserhalb, als mich am Dienstag 13.02. ein Anruf von Jürgen erreicht, in dem er mir mitteilt, dass unsere gemeinsame Schweizer Freundin India, nach einem 1-jährigen Indienaufenthalt in medizinischer Mission, für ein paar Stunden, am 16. nach Düsseldorf kommt.
Mannomann, bin in der Nähe von Osnabrück. Sind ziemlich unter Zeitdruck. Freitag und Samstag sind eigentlich arbeitstechnisch verplant.
Egal!! India wiederzusehen geht vor!!
Mittwoch 14.02.07 Anruf bei Berggeist Ich bin dabei !!!!
Vorarbeiten, vorarbeiten, vorarbeiten, damit den Kollegen Freitagnachmittag und Samstag die Arbeit nicht ausgeht.
Donnerstag 15.02.07 Telefonat mit Berggeist.
Wir verabreden uns für Freitag bei mir zu Hause, um dann gemeinsam zum Hauptbahnhof Düsseldorf zu fahren, um India dort abzuholen.
Knechten, knechten, knechten, die Kollegen sollen nicht sagen können, mussten früher Schluss machen weil wir nicht mehr weiterkamen
Freitag 16.02.07 Hatte angekündigt, dass ich um 12:00 abzische. Sollte man nicht machen. Können Sie noch eben dieses und jenes und das wäre auch noch ganz dringend. 12:40 endlich kann ich mich loseisen. Shit, die A1 ist dicht. Das Navi schleust mich über Landstrassen bis zum Kreuz Münster Nord. Voraussichtliche Ankunftzeit in Meerbusch 15:09 und India kommt um 15:31 an. Mannomann, das wird knapp.
Meine Kiste fliegen lassen. Irgendwie kam ich recht gut voran.
14:45 ich bin zu Hause. Jürgen ist schon da. Er beruhigt mich: der "Böse Wolf Engelbert" ist schon am Bahnhof.
Noch Zeit für ne Tasse Kaffee, dann ab ins Auto und nach Dü-dorf zum Hauptbahnhof.
15:25 Ankunft. Ab ins Parkhaus, natürlich ins falsche Parkdeck, welches eigentlich seit Jahren geschlossen ist. Egal, hauptsache pünktlich. Irgendwie komisch wars schon. Das Parkdeck endete nach ein paar Metern, aber igrendwie fanden wir einen Ausgang. Kamen zwar an einer Ecke aus dem Parkhaus, wo ich noch nie gewesen bin, aber was solls.
Auf dem Bahnsteig, treffen wir auf Engelbert. Hab ihn ja auch schon lange nicht mehr gesehen. Gab schon mal ne Menge zu erzählen, da Indias Zug ein paar Minuten Verspätung hat.
Dann lief der Zug ein. Eine Menge Menschen auf dem Bahnsteig. Und da stand sie dann "unsere" India.

Whow, Mädel, das Jahr hat dir scheinbar gut getan. India sieht blendend aus!!
Ab, zusammen ins Parkhaus. Denkste, die Tür durch die wir das Parkhaus verlassen hatten, ZU, nur ein bewegungsloser Knauf.
Aha, da ist ne offene Tür zum Frauenparkdeck. Schade, wir sind zwar drin, aber leider gibt es keineTreppe ins Parkdeck, in dem wir stehen. Also bis ans Ende des Parkhauses und dann über den Schweinekringel eine Etage höher. Gut dass kein Auto kam, denn dann wärs eng geworden. Egal, Bechtis brauchen Bewegung.
Nachdem wir gegen 17:00 in Meerbusch angekommen waren,

gabs ein Menge zu erzählen.

Und wer "Berggeist" und den "bösen Wolf" kennt weiss auch, dass es eine Menge zu lachen gab.



Nach einer kleinen Stärkung



zeigte India uns ihre Diashow, aus ihrem Jahr in Indien. Beieindruckende Bilder mit Musik untermalt. Wir bekamen einen Eindruck von ihrer doch sehr beschwerlichen Arbeit, die ihr und das kann man ihr anmerken, auch eine Menge Spaß und Genugtuung gebracht hat. Sie hat einerseits die Naturschönheiten dokumentiert, andererseits aber auch das Elend und die im wahrsten Sinne zum Himmel stinkenden hygienischen und medizinischen Missstände aufgezeigt. Ich denke schon, dass dieses Jahr India geprägt hat.
Ich persönlich muss sagen, Hut ab!!!!
Ich glaube kaum, dass ich mir so ein beschwerliches Jahr jemals zugemutet hätte.
Berggeist und Engelbert brachten India dann abends nach Köln zu ihrem Mann, von wo aus sie Sonntagmorgen wieder nach Zürich zurückkehren, denn die Arbeit ruft beide am Montag wieder.
|  |